Hessen · § 558 BGB
In Hessen gilt die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 % — aber nur in 49 Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt. Außerhalb dieser Gebiete bleiben es 20 %. Der Rechner zeigt die zulässige Erhöhung für beide Fälle.
Aktuelle Miete, Vergleichsmiete und Fläche eingeben — die zulässige Erhöhung erscheint sofort.
Hinweis: Dieser Rechner dient der ersten Orientierung und stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Alle Angaben ohne Gewähr. Für rechtsverbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an eine Rechtsanwältin, einen Rechtsanwalt oder einen Mieterverein bzw. Eigentümerverband.Rechtsstand: Juli 2026 · zuletzt geprüft 07/2026.
Rechtsstand der Bundesland-Angaben: Juli 2026. Quelle: Haufe (Hessische Mieterschutzverordnung).
Die Regelung im Detail
Rechtsgrundlage ist die Hessische Mieterschutzverordnung: Sie senkt die Kappungsgrenze des § 558 Abs. 3 BGB für Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt von 20 auf 15 Prozent in drei Jahren. Erfasst sind 49 Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt. Die Verordnung gilt bis zum 25.11.2026.
Für Wohnungen außerhalb der Gebietskulisse gilt weiterhin die reguläre Grenze von 20 Prozent. In beiden Fällen bleibt die ortsübliche Vergleichsmiete die absolute Obergrenze — der Rechner berücksichtigt automatisch den niedrigeren der beiden Werte.
In Hessen gilt die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 Prozent in drei Jahren — allerdings nur im Geltungsbereich der Landesverordnung (49 Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt). Außerhalb dieser Gebiete bleibt es beim Regelfall von 20 Prozent.
Die abgesenkte Grenze gilt in: 49 Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt — unter anderem Frankfurt am Main, Wiesbaden, Darmstadt, Offenbach, Marburg. Maßgeblich ist die aktuelle Gebietskulisse der Verordnung (Hessische Mieterschutzverordnung); prüfen Sie im Zweifel, ob Ihre Gemeinde erfasst ist.
Die Hessische Mieterschutzverordnung ist befristet und tritt zum 25.11.2026 außer Kraft. Die Mieterschutzverordnung wurde zuletzt nur um ein Jahr verlängert und läuft am 25.11.2026 aus. Ob und mit welcher Kulisse eine Nachfolgeregelung kommt, ist noch offen.
Die ortsübliche Vergleichsmiete: Auch innerhalb der Kappungsgrenze darf die Miete höchstens bis zu dem Wert steigen, der sich aus Mietspiegel, Gutachten oder Vergleichswohnungen ergibt. Es gilt immer der niedrigere der beiden Werte — und zwischen zwei Erhöhungen liegen mindestens zwölf Monate Sperrfrist.
Offizielle Angaben: Haufe (Hessische Mieterschutzverordnung)
Havera erinnert an Sperrfristen und dokumentiert jede Erhöhung revisionssicher je Mietverhältnis.
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